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Fakten zum CSD - Christopher Street Day

Der Christopher Street Day (CSD) ist ein Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag der Homo-, Bi- und Transsexuellen sowie der Transgender. Der CSD ist eine Demonstration und Feier gegen Diskriminierung und für Gleichstellung, Akzeptanz und Toleranz.

Der CSD findet in den Sommermonaten Juni bis August in ganz Deutschland in ca. 50 Städten statt. Die größten CSDs werden in Köln, Berlin und Stuttgart durchgeführt. Der CSD 2002 in Köln hatte mit 1,2 Millionen Besuchern mehr Menschen auf die Straße gebracht, als der Rosenmontagsumzug.

In einigen Städten übernehmen Politiker zudem die Schirmherrschaft, wie in Hamburg der damalige Bürgermeister Ortwin Runde sowie der amtierende Bürgermeister Ole von Beust, in Dresden Oberbürgermeister Ingolf Roßberg, in Würzburg Claudia Roth oder in Braunschweig der frühere Bundesminister Jürgen Trittin. In München wird der CSD mittlerweile traditionell durch Oberbürgermeister Christian Ude angeführt.

In Mannheim gab es ab 2001 bis 2007 regelmäßige CSDs mit bis zu jeweils über 50.000 Besuchern. Auch hier wird der CSD auf breiter politischer Basis unterstützt und von der Stadt Mannheim gefördert, so war 2007 auch das lokale CSD-Motto "400 Jahre Toleranz".

Der CSD besteht nicht nur aus der Demonstration, dem großen Umzug in der Innenstadt. Im Rahmen des CSDs finden viele kulturelle und politische Veranstaltungen statt. Es gab bereits kritische Äußerungen zur Parade, diese sei nur eine Riesenparty. Schaut man jedoch genauer hin, wird man auch den Ernst und den leider immer noch vorhandenen Bedarf sehen und erkennen, dass Party und politischen Botschaften nicht im Widerspruch stehen müssen.

Der Ursprung des Christopher Street Days ist eine gewalttätige Razzia der Polizei in der Stonewall Bar in der New Yorker Christopher Street am 28.Juni 1969 - vor 40 Jahren. Dieses war damals keine Seltenheit, doch an diesem Tag setzten sich Schwule und Lesben gegen die Polizeiwillkür zur Wehr. Im Zuge der Auseinandersetzung kam es zu einer Demonstration, bis berittene Polizisten die Demonstranten auseinander trieben. In den folgenden Tagen kam es zu tagelangen Straßenschlachten zwischen der Polizei und den Homosexuellen. Viele Lesben und Schwule gingen auf die Straße, um gegen die allumfassende Diskriminierung zu demonstrieren.

Um des ersten Jahrestages dieses Aufstands zu gedenken, wurde das Christopher Street Liberation Day Committee gegründet. Seit dem wird in New York am letzten Samstag des Juni, dem Christopher Street Liberation Day, mit einem Straßenumzug an dieses Ereignis erinnert.
Mittlerweile werden die damaligen Ereignisse in der Christopher Street auf der ganzen Welt zum Anlass genommen, um Gleichberechtigung in Staat, Recht und Gesellschaft einzufordern. Als Ausdruck ihrer Emanzipation demonstrieren Schwule und Lesben auf den verschiedenen Christopher Street Days Lebensfreude und Selbstbewusstsein.

Die CSDs gelten heute als kulturelle Höhepunkte. Der Begriff CSD wird nur in Deutschland und der Schweiz verwendet, international werden die Begriffe Gay Pride oder Pride (zu Deutsch: Stolz) verwendet, in Australien Mardi Gras.

weiterführende Links

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